Der Stadtrat plant, das Pflegezentrum am Meienberg ab 2027 als Asylunterkunft zu nutzen, und setzt für dessen Umbau eine halbe Million Franken ein.
Das Gebäude des Pflegezentrums ist alt und wurde intensiv genutzt. Der Vorstand der FDP Rapperswil-Jona ist deshalb überzeugt, dass die Finanzplanung für den Umbau und den Betrieb einer Asylunterkunft zurzeit unrealistisch und unfertig ist. Während ein vergleichbarer Modulbau, zum Beispiel auf dem Lido-Parkplatz, auf neuen Komponenten basiert, wird die Liegenschaft am Meienberg auch nach dem vermeintlich günstigen Umbau alt sein und intensive gebäudetechnische Aufmerksamkeit benötigen. Das heisst: niedriger Umbauaufwand, aber hoher Betriebsaufwand. Weiterführend zeigt das Vorhaben, dass der Stadtrat weder im Asylwesen noch für seine Immobilien eine Strategie hat. Letzteres wurde von Joe Kunz im Interview mit der Linth-Zeitung vom 20.November 2025 bestätigt.
Das Vorhaben am Meienberg ist vorwiegend eins: schnell realisierbar. Es löst aber weder die Probleme im Asylwesen noch bei den Immobilien. Es ist einfach ein Gebäude mehr, das die Stadt unterhalten muss und die finanzielle Lage der Stadt weiter belastet.
Das Pflegezentrum Meienberg wurde in den 1960er-Jahren eröffnet und besteht aus 25 Einzel- und 23 Doppelzimmern. Gemäss der Präsentation des Stadtrats anlässlich der Informationsveranstaltung vom 2. Juli 2025, ist seine Infrastruktur nicht mehr zeitgemäss und es gäbe nur eingeschränkte Aus- und Umbaumöglichkeiten. Der Stadtrat plant deshalb eine Umnutzung als Asylzentrum bis mindestens 2035.
Neben dem Meienberg wurden auch andere Optionen für die Unterbringung der Asylsuchenden geprüft. Der Meienberg sei aber – gemäss Stadtrat – die preisgünstigste Lösung. In der Präsentation vom 2. Juli 2025 führt er für den Umbau inkl. Mobiliar eine halbe Million Schweizer Franken auf. Eine Modulbaulösung, zum Beispiel auf dem Lido-Parkplatz, beziffert der Stadtrat im Gegensatz mit einem Aufwand von ca. 2 Millionen Schweizer
Franken. Zum Betriebsaufwand der beiden Lösungen wurden keine Zahlen publiziert.
Die Umnutzung wurde durch den Stadtrat entschieden, obwohl er die Liegenschaft bereits im Jahr 2016 als geeignet für «preisgünstigen Wohnraum» identifiziert hat
(https://www.rapperswil-jona.ch/publikationen/173101). Eine weitergehende Analyse, ob dazu ein Neubau notwendig ist oder eine Totalsanierung sinnvoller ist, wurde bisher nicht durchgeführt.
Die Unterschriftensammlung der Initiative läuft noch bis zum 3. April 2026 und kann von allen Stimmberechtigten der Stadt Rapperswil-Jona durch Unterzeichnung und Einsendung des Unterschriftenbogens
(https://www.igpzmeienberg.ch/wp-content/uploads/2025/12/Unterschriftenbogen.pdf) unterstützt werden.
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